Sie beschreiben in Ihrem Buch „Ladyparts“, einer bewegenden Biografie Ihres eigenen Körpers, wie Frauenkörper in der modernen Welt immer wieder beschämt werden.
DEBORAH COPAKEN: Was leider eine uralte Geschichte ist. Jahrhundertelang war der offizielle klinische Begriff für die äußeren Genitalien von Frauen Pudendum, was aus dem Lateinischen kommt und so viel heißt wie „etwas, für das man sich schämen sollte“. Frauen, die Sex genießen, heißen heute noch Schlampen, Männer dagegen feiert man als Frauenhelden. Dann sind da die alltäglichen Kommentare, wie wir aussehen. Die Gesellschaft bewertet ständig unsere Körpermaße, unsere Silhouette, unser Älterwerden. Letzteres dürfen wir sowieso nicht: Denn offensichtlich ist es so schambehaftet, Falten zu haben, dass eine Milliarden-Industrie eingesprungen ist, um unsere Gesichter mit Botox zu verunstalten.
Sie fordern die Frauen auf, sich nicht mehr in die Opferrolle…
