Als Martina Hefter im vergangenen Herbst in Frankfurt den Deutschen Buchpreis für ihren Roman „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“ erhält, sitzt ihr Mann, der Autor Jan Kuhlbrodt, im Publikum und strahlt, als würde er gerade selbst ausgezeichnet. Die beiden herzen sich innig, es ist eine sehr berührende Szene. Nicht zuletzt dieser Preis machte Martina Hefter, 60, zu so etwas wie dem Shootingstar der deutschen Literaturszene. Steigt sie in einen Zug, dauert es meist nicht lange, bis jemand um ein Autogramm bittet. Gleich mehrere renommierte Auszeichnungen in einem Jahr, darunter der europäische Literaturpreis Prix Grand Continent und der Große Preis des Deutschen Literaturfonds: Das fällt auf.
Die Heldin aus Hefters autofiktionalem Liebesroman, Juno, ist eine Künstlerin mittleren Alters. Sie versorgt tagsüber ihren schwer kranken Mann Jupiter und chattet nachts…
