Mittelmeer – Er ist in Sicherheit, vorerst. Erschöpft ruht sich dieser Mann von den Strapazen aus, die er auf See erlebt hat. Er liegt an Bord der „Proactiva Open Arms Uno“, eines Schiffs der spanischen NGO, das zur Seenotrettung durchs Mittelmeer kreuzt.
Es ist ein europäisches Drama, das in den Nachrichten kaum noch Platz findet. Pandemie, Krieg, Klimakrise – Themen, die Politik und Bevölkerung beschäftigen, natürlich. Doch die Not der Geflüchteten besteht weiter, rund 1000 Menschen sind in diesem Jahr schon im Mittelmeer ertrunken. Oder wurden von der libyschen Küstenwache gejagt und in Foltergefängnisse gesteckt. All das sollte ein Ende haben, hatten Annalena Baerbock und die Ampelkoalition versprochen.
Ohne die zivilen Retter wäre die Lage noch schlimmer. Ärzte ohne Grenzen, Sea Watch, Proactiva Open Arms – die NGOs halten immer…