Vor einigen Monaten titelte ein Nachrichtenmagazin: „Die dunkle Seite des Achtsamkeitstrends“. Es ging um die Risiken und Nebenwirkungen von Meditation und Yoga. Es wurde von Panikattacken, Selbstbezogenheit und Traumata berichtet. Was ist da dran?
DR. BORIS BORNEMANN: Grundsätzlich kann alles, was wirkt, unerwünschte Nebenwirkungen haben. Problematisch finde ich es, wenn einseitig vor allem die Schattenseiten von Meditation betont werden. Dabei gibt es viele Studien, die positive Effekte klar belegen.
Welche zum Beispiel?
Eine australische Meta-Analyse hat gezeigt, dass sich Menschen, die in Achtsamkeit geschult sind, prosozialer verhalten – also freundlicher, empathischer, unterstützender und eher am Wohlergehen anderer orientiert. Die vielen tausend Studien, die bislang zu Meditation erschienen sind, legen nahe, dass es die psychische Gesundheit in der Regel verbessert, Ängstlichkeit, Depressionen und Stress reduziert und hilft, besser zu schlafen und…
